Editorial


Ich weiß eigentlich selber nicht, was einen Menschen dazu treibt, mit ungestopften Strümpfen und einigen wenigen sonstigen Habseligkeiten in einem reichlich mitgenommenen Koffer auf dem Erdball herumzuirren. Ich glaube, es ist so etwas wie eine Krankheit. Aber kurieren kann man sie wohl nicht. Ich habe jedenfalls seit so vielen Jahren daran gelitten, dass ich mich als unheilbar betrachte.
Jørgen Andersen-Rosendal

Liebe Leser,

herzlich Willkommen auf meiner Reiseberichts-Webseite. Über 26 Jahre währt die Geschichte meiner Fernreisen nach Asien, Afrika, Amerika und Ozeanien und der Berichte darüber bereits. Schon von Beginn an habe ich meine Reisen dokumentiert, zunächst mit Reisetagebüchern in Textform, die als Begleitmaterial für Dia-Vorträge gedacht waren. Die Tagebücher sind auf dieser Seite als PDF-Dateien abrufbar, 615 Digitalscans der Dias illustrieren diese Reisen nach China und Myanmar. Insbesondere China ist gegenüber der Zeit, in der die Fotos aufgenommen wurden, kaum wiederzuerkennen und selbst Myanmar hat sich seit damals enorm weiterentwickelt. So sehr dies den Einwohnern dieser Länder zu gönnen ist, ging bei der Modernisierung auch ein wenig landesspezifische Atmosphäre verloren. Jede Medaille hat eben auch ihre Kehrseite, aber Dokumentationen wie diese dienen eben auch dazu, die Bilder aus der alten Zeit zu erhalten.

2003 begann für mich das Zeitalter der Digitalfotografie. Seit dieser Zeit fiel es leicht, die Reisen zeitgemäß zu präsentieren. Ich tat dies zunächst mithilfe von DVDs, die an Freunde und interessierte Bekannte verschenkt wurden. Im Jahr 2014 wurde das Material so umfangreich, dass selbst der Platz auf einer Double-Layer-DVD nicht mehr ausreichte. Seitdem gibt es die vorliegende Edition im Netz.

Die meisten meiner bisherigen Reiseziele liegen in Asien, seit Ende 2015 dehnte sich mein Zielgebiet auf Afrika, Ozeanien und Südamerika aus. In welche Länder es mich in den kommenden Jahren verschlagen wird, ist noch offen. Ideen für weitere Reisen habe ich genug. In all den Jahren war ich meistens alleine unterwegs, ab und zu macht es mir aber auch Freude, gemeinsam mit sehr guten Freunden die Welt zu erkunden.

Bei der Planung meiner Alleinreisen überkommt mich oft lange Zeit vor dem anvisierten Startdatum eine Idee, die ich dann versuche, in einem Tourplan auszuformulieren. Ist dies geschehen, suche ich nach Veranstaltern, denen ich meine Ideen mit der Bitte vorlege, mir daraus jeweils ein Angebot zu erstellen. Möglicherweise gibt es anschließend noch einige kleine Verhandlungen, aber die Reiseveranstalter und ich haben es bisher immer geschafft, eine maßgeschneiderte Reise zu erarbeiten, die meinen individuellen Ansprüchen entspricht. Immer mehr Firmen stellen sich auf solch eine Art der Reiseplanung ein, sodass die Ausgestaltung wesentlich leichter fällt als vor Jahren.

Durchblättere ich selbst meine Reiseberichte, bin ich immer wieder fasziniert davon, was ich alles erlebt habe, obwohl (oder vielleicht gerade weil) ich vieles vorher geplant habe, nur sehr Weniges dem Zufall überließ und mich nie ziellos durch die Reiseländer treiben ließ, sondern lieber selbstbestimmt unterwegs war.

Auf die mir gemäße Art und Weise durch die Welt reisend, habe ich chinesische Kalligraphen persönlich kennengelernt, mit einer vietnamesischen Bauernfamilie und einer laotischen Bootsbesatzung zu Mittag gegessen, in einem buddhistischen Kloster übernachtet, habe Hunde-, Schlangen-, Fledermausfleisch und vergorene Wasserbüffelhaut verspeist, Schlangenbeschwörer und Tanzbärenführer gesehen, Kindern bei Spielen zugeschaut, die man bei uns nur noch aus 60 Jahre alten Erzählungen kennt, unzählige überraschende Eindrücke gesammelt und wunderschöne Zeiten verlebt.

Mit anderen Worten, ich möchte nichts von dem Erlebten missen und möchte es darüber hinaus gerne mit anderen Menschen teilen. Daher gibt es diese Website. Ich wünsche jedem, der sie durchstöbert, genauso viel Vergnügen mit den Inhalten, wie ich es auf meinen Reisen hatte. Und könnte ich es erreichen, dass sich jemand, aufgrund dessen, was er hier gelesen und gesehen hat, ebenfalls aufmacht, diese faszinierenden Länder zu bereisen, würde mich das sehr freuen. Darüber hinaus bin ich für jedes Feedback sehr dankbar.

Für die öffentliche Bereitstellung von Technologien sowie ausgezeichneten Tipps und Tricks zur Gestaltung und Programmierung dieser Webseite danke ich den Personen hinter W3Schools, WebGL Earth, OpenStreetMap und PDFObject sowie Sebastiano Guerriero von CodyHouse.

Zum Abschluss möchte ich mich ganz besonders herzlich bei meinem Freund Viktor Keimes bedanken, der nicht nur selbst exzellente Griechenland-Reiseberichte verfasst, die für mich einen stetigen Ansporn darstellen, sondern auch durch seine Anregungen und seine immer konstruktive Kritik jedes Jahr aufs Neue wesentlich zum Gelingen meiner Reisebeschreibungen beiträgt.

Köln, im Oktober 2019

  Michael  
 

Michael Wörn